Terra Mineralia

terra-mineralia-freibergDie Terra Mineralia Ausstellung wurde im wesentlichen durch die Unterzeichnung eines Vertrages mit einer Mineralienstiftung aus der Schweiz begründet, der eine Dauerleihgabe der umfangreichen Sammlung vorsieht. Nachdem alle erforderlichen Baumaßnahmen abgeschlossen sind, kann die wertvolle Mineraliensammlung nun den interessierten Gästen auf Schloss Freudenstein für eine Besichtigung zugänglich gemacht werden. Dabei ist die Sammlung selbst in ihren Bestandteilen nach regionalen Aspekten geordnet. Diese aufwendige Systematik ist ein wesentlicher Bestandteil, denn immerhin umfasst das Volumen dieser wertvollen Mineralienausstellung mehr als 3.500 Ausstellungsstücke. Die einzelnen Exponate selbst besitzen dabei natürlich einen ganz unterschiedlichen Umfang und verschiedene Größen, so das angefangen von kleinen und kleinsten Körnchen bzw. Pulvern bis hin zu größeren Funden nahezu alles vertreten ist.

Die Sammlung selbst wurde in aufwendiger Arbeit in einem zeitlichen Rahmen von mehr als 50 Jahren erstellt und liebevoll gepflegt, so das sich ihr Wert schon einmal aus diesem Aufwand und natürlich auch aus den enthaltenen Exponaten ableitet. Viele der enthaltenen Funde gehören in ihrer Kategorie zur Weltspitze und eröffnen dem Betrachter einen vielfach überwältigenden Einblick in das vielfältige Farb- und Formenspektrum der Kristalle der Welt. Die absoluten Highlights und wertvollsten Stücke der Sammlung stammen unter anderem auch China, Indien, Pakistan, Australien, Südamerika und Nordamerika, aus Afghanistan, aus Namibia und Südafrika, sowie aus Kasachstan, Rumänien und Russland. Aber auch wertvolle Exponate aus Sachsen bereichern den Umfang der sehenswerten Sammlung.

Dabei wurde die Sammlung in einem Zeitraum angelegt, als es den Mitarbeitern der Freiberger Universität nur unter erschwerten Bedingungen – wenn überhaupt – möglich war, entsprechende Funde zu erwerben und sachgerecht aufzubereiten bzw. zu verwahren. Immerhin gab es zu Zeiten der DDR weder die Möglichkeit, zu entsprechenden Messen oder Fundorten zu reisen, noch internationale Käufe zu organisieren oder die entsprechenden „Eroberungen“ zu transportieren. Von den finanziellen Aspekten einmal ganz zu Schweigen, denn die Kosten hätten auf gar keinen Fall gedeckt werden können. Hier konnte allerdings – teilweise - durch einen internationalen Tauschring geholfen werden, durch den es zumindest möglich wurde, die Systematiksammlung zu vervollständigen. Das Problem des Erwerbs ästhetischer Spitzenqualitäten ließ sich aber auch dadurch nicht lösen. Aus diesem Grund ist diese private und privat zur Verfügung gestellte Sammlung etwas ganz besonderes, denn durch sie konnte eine geowissenschaftliche Ausstellung gebildet werden.

Trotzdem ist die Sammlung nicht nur etwas für fachliche und professionelle Kreise sondern auch für den privaten Betrachter. Die Zusammenstellung erfolgte vorrangig nach ästhetischen Gesichtspunkten, so das sie einen sehr hohen Schauwert besitzt. Natürlich kann sie aber auch die Forschung und Lehre in Freiberg bereichern.

Die Terra Mineralia Austellung befindet sich im Schloss Freudenstein und ist entsprechend den nachfolgenden Öffnungszeiten geöffnet.

Weitere Informationen zur Terra Mineralia Ausstellung in Freiberg erhalten Sie auf der offiziellen Internetseite: http://www.terra-mineralia.de

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 10-17 Uhr
Samstag-Sonntag (auch feiertags): 10-18 Uhr
Wegen Wartungsarbeiten 1-2 Tage pro Quartal geschlossen: alle Daten siehe www.terra-mineralia.de

Eintrittspreise:
Tageskarte: 8,00 Euro
Tageskarte (ermäßigt): 4,00 Euro
Familienkarte: 18,00 Euro

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Foto 1: terra mineralia - Wolfgang Thieme
Foto 2: terra mineralia - Detlev Müller
Foto 3: terra mineralia - Detlev Müller
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